HOCHEGG. Das Landesklinikum Hochegg verfügt über die größte und modernste Lungenfachabteilung Niederösterreichs. Hier werden unter anderem auch TuberkulosepatientInnen behandelt. Der 24. März steht jedes Jahr im Zeichen des internationalen Welttuberkulosetages.
An diesem Tag wird an die Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums im Jahr 1882 durch den weltberühmten Forscher Robert Koch in Berlin erinnert, wodurch erst eine Therapie gegen diese Erkrankung entwickelt werden konnte, die bis dahin für viele PatientInnen tödlich war. Tuberkulose gilt auch heute noch mit 10 Millionen erkrankten Menschen als weltweit häufigste Infektionserkrankung. In Österreich ist die Zahl der Neuerkrankungen aufgrund der erstklassigen medizinischen Versorgung seit Jahren rückläufig.
Unbehandelt kann Tuberkulose auch heute noch zum Tod führen. Aber, wie der Leiter der pulmologischen Abteilung im Landesklinikum Hochegg Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schenk, MSc, MBA, erklärt, „ist das Risiko, an Tuberkulose zu erkranken, in Österreich bei gesunden Menschen sehr gering. Höhere Vorsicht ist bei eingeschränkter Immunabwehr, beispielsweise aufgrund einer HIV-Erkrankung, oder alkoholkranken PatientInnen geboten.“
Im Landesklinikum Hochegg werden bei Verdacht auf Tuberkulose genaueste diagnostische Maßnahmen ergriffen. So werden mittels Schnelltests der Nachweis des Bakteriums als auch dessen Empfindlichkeit innerhalb weniger Stunden erfasst, um rasch mit der optimalen Therapie beginnen zu können. Auch werden bei ansteckender Tuberkulose PatientInnen in Einzelzimmern unter modernsten Bedingungen mit Doppelschleuse und Unterdruck-Luftabsaugung isoliert.
Das Landesklinikum Hochegg steht in der ersten Reihe, wenn es um die Verhinderung einer Ausbreitung resistenter TBC-Erreger in Niederösterreich geht. „Bei Resistenzen sind die Erreger gegen manche herkömmlichen Medikamente nicht empfindlich und es bedarf einer speziell angepassten Form der Therapie“, so Prim. Schenk.
In den westlichen Ländern hat die Tuberkulose in den letzten 130 Jahren viel von ihrem einstigen Schrecken eingebüßt. Dennoch ist der Kampf gegen diese Krankheit auch wegen der Entwicklung von multiresistenten Erregern in vielen Teilen der Welt noch nicht gewonnen.
BILDTEXT (v.l.n.r.)
Dr.in Silvia Maier; DGKP Martin Gruber; OÄ Dr.in Katharina Haring; DGKP Elisabeth Steinbauer; Stationsleitung DGKP Sabine Hauer; DGKP Andrea Nagl; Abteilungsleiter Prim. Univ.Prof. Dr. Peter Schenk, MSc, MBA; OÄ Dr.in Dorottya Gaal
Foto: LK Hochegg
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